"Sport - Spiel - Spaß"

Unter diesem Motto richtet der TSV Lindenberg 1994 e.V. am 02.06.2018 das diesjährige Dorffest in Lindenberg aus. 

Von 11:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr wird es dazu im Ortszentrum und seinem Außenbereich viele Aktivitäten geben. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. 

 

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Am 14.04.2018 fand das traditionelle Bernauer Ju-Jutsu-Turnier in der Sporthalle Heinersdorfer Straße statt. Von unseren Kämpferinnen konnte leider nur Leoni Miersch (Altersklasse u15 bis 63kg) teilnehmen, da die anderen Vereine in der Altersklasse u18 bei den Gewichtsklassen bis 44 und bis 48 kg keine Kämpfer gemeldet hatten. Unsere beiden „Großen“ waren darüber zwar betrübt, leisteten ihrer Vereinskameradin aber trotzdem Beistand und feuerten sie an.

Leoni ist (noch) 12 Jahre alt und hatte es erwartet schwer. Bei 5 Gegnerinnen wurde das Klassement in zwei Pools zu je drei Kämpferinnen aufgeteilt. Leoni stand einer Niederländerin und einer Kämpferin aus Zeitz gegenüber. Im ersten Kampf gegen die Zeitzerin konnte sie sich einen leichten Punktevorsprung herausarbeiten. Sie kämpfte aggressiv und technisch gut. Leider gelang es der Gegnerin, in allen drei Parts einen Ippon (Doppelpunkt) zu erringen, so dass die Auseinandersetzung kurz vor Ablauf der Zeit doch noch an sie ging.

Auch im Fight mit der Niederländerin hielt Leoni von Anfang an gut dagegen und führte zeitweilig. Diesmal hatte jene aber das Glück auf ihrer Seite und Leoni verlor knapp nach Punkten.

Als Trainer war ich mit der Leistung meiner Schülerin sehr zufrieden. Leoni hat wieder viel dazu gelernt und das auch gezeigt. Sie kann mit ihrem 5. Platz trotz allem zufrieden sein!

Am 02.03.18 lud der Vorstand des TSV zur diesjährigen Hauptversammlung ins Ortszentrum Lindenberg ein. Knapp 60 Sportfreunde folgten der Einladung. Nach der Eröffnung, Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Vorstellung der Tagesordnung wurden noch einige Anträge in die Tagesordnung aufgenommen. So stellt z.B. die Sektion TT den Antrag in geheimer Wahl über die neue Beitragsordnung abzustimmen.

Danach wurden eine Reihe von Ehrungen vorgenommen. Hier standen unsere erfolgreichen Kinder ganz im Vordergrund, die das Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold erhielten. Des Weiteren erhielten folgende Sportfreunde die Ehrennadeln des TSV in Bronze: Madlen Pfau, Doris HappekScholich, Roswitha Lose, Mario Kaschull, Kirsten Vogelsang und Alexandra Chylla. Die Ehrennadel in Silber wurde an Evelyn Freitag und Alex Bettermann vergeben. Ausserdem wurden noch Ehrenurkunden an verdienstvolle Mitglieder des TSV überreicht.

Nach diesem gelungenen Auftakt berichtete Gernod Gruschwitz als Vorsitzender des TSV über das letzte Jahr. Dankte allen Helfern und Unterstützern bei der Organisation solch wichtiger Ereignisse, wie z.B. das Japanische Turnier (Ju-Jutsu), der deutschen Meisterschaft (Bogen) und des Kinder Campings (Kindersport) um nur einige zu nennen. Mahnende Worte fand er bei der Darlegung der aktuellen Mitgliederzahlen sowie der Nutzung kommunikativer Mittel im Verein. Hier besteht Verbesserungsbedarf. Im Anschluss daran legte unser Kassenwart den Finanzbericht und die Kassenprüfer ihre Ergebnisse dazu dar. Da alles seine Ordnung hatte, konnte der Vorstand für das Jahr 2017 entlastet werden. Für die nächste Amtsperiode stellte sich Susi Brunow als zweite Kassenprüferin zur Verfügung.

Nachfolgend berichteten alle Sektionsleiter über die Höhepunkte des letzten Jahres und es ist schon erstaunlich, wieviel Titel und Medaillen unser kleiner Verein das letzte Jahr über eingesammelt hat. Danach begann in der Sitzung die Diskussion über eine neue Satzung und eine neue Beitragsordnung. Während die neue Satzung relativ schnell (einstimmig) angenommen wurde, gab es zur neuen Beitragsordnung laute und kontroverse Meinungsbeiträge. Diese sieht vor, das jede Sektion, neben einen einheitlichen Grundbeitrag, selber festlegen kann, welchen Zusatzbeitrag sie für Kinder und Erwachsene erhebt. Einige der Anwesenden sahen darin den Solidaritätsgedanken in einem Verein grob verletzt. Andere wiederum sehen darin mehr Fairness zwischen Sektionen mit hohem Aufwand (z.B. Tischtennis) und welchen mit weniger Aufwand (z.B. Laufsport).

In der folgenden Abstimmung sprachen sich trotzdem aber die große Mehrheit der Anwesenden für die neue Beitragsordnung aus. Schade, dass gleich nach der Abstimmung ein Teil der Anwesenden gegangen ist, so, als ob sie der Rest des Abends nicht mehr interessiert… Im Anschluss daran richtete der Vorsitzende den Blick nach vorn und informierte über die geplanten Bauvorhaben in Lindenberg. So soll auf dem Gelände des jetzigen Bogenplatzes die neue Grundschule entstehen und dafür ein neuer Platz zum Trainieren durch die Gemeinde bereitgestellt werden. Maifeuer und Sommertraining können wahrscheinlich noch auf dem alten Bogenplatz stattfinden.

Irgendwann wird es dann auch den lang ersehnten Neubau einer Turnhalle geben. Das Dorffest, welches der TSV dieses Jahr organisiert wird vorsorglich auf das Gelände des Dorfzentrums und seinen Außenanlagen verlegt.

 

Ralf Vogelsang Pressewart TSV

Chiara Werner war diesmal die einzige Kämpferin des TSV Lindenberg bei den 1. Budapest OPEN.

Es waren über 600 Kämpfer aus sehr vielen Ländern angereist (Montenegro, Mazedonien, Polen, Deutschland, Niederlande, Belgien Bosnien und Herzegowina, Ungarn - um nur einige zu nennen).
Wir sind mit der ganzen Familie bereits am Freitag früh hingeflogen, um noch Zeit zu haben, uns die schöne Stadt an der Donau anzusehen. Der Flughafen ist etwas außerhalb, deshalb sollte es diesmal ein Mietwagen sein. Hat alles super geklappt und meine Mädels haben mich beim freitäglichen Shoppen arm gemacht. Das Ungarische Essen war gut, aber Chiara hatte noch nicht viel davon. Sie wog in den letzten Tagen zu viel, wollte (und sollte) jedoch in ihrer Gewichtsklasse bleiben…
Nach dem einchecken in der Unterkunft sahen wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt an.
Besonders der Besuch der Fischerbastille mit ihren herrlichen mittelalterlichen Festungsbauten und dem Blick über die Donau und die gesamte Stadt hat sich gelohnt!

Chiaras Gegnerinnen kamen aus Ungarn und Polen. Beide kämpften zunächst gegeneinander, so dass wir uns ihre Taktiken ansehen konnten.
Im zweiten Kampf war die ungarische Kontrahentin unser erster Gegner. Die Auseinandersetzung war spannend und ging fast über die gesamten drei Minuten. Chiara erarbeitete sich vor allem über den Part 1 (Schläge und Tritte) ein gutes Punktepolster. Die Ungarin verhinderte ein ums andere Mal die Wurfansätze, musste jedoch mehrmals zu Boden, wo sie in Festhalten geriet und Chiara den Ippon im Part 3 bekam. Erst fünf Sekunden vor Ende konnte Chiara ein Bein fangen und es gelang ihr mit dem folgenden Wurf das Full House (international mit 50 Punkten bewertet).
Die Kampfansetzungen waren gut gemischt, so dass Chiara Zeit hatte, sich zu erholen.
Allerdings lief der Fight mit der etwas kleineren, technisch guten und sehr agilen Polin nicht, wie erwartet. Diese holte sich bereits im ersten Konterangriff einen Ippon im Part 1, so dass Chiara gleich hinten lag und, um aufzuholen, weiter angreifen musste. Zwar konnte sie die Gegnerin werfen, allerdings gelang es ihr nicht, diese am Boden ausreichend zu fixieren, so dass sie selbst in eine Festhalte geriet. Ippon für Polen im Part 3. Das nutzte die Polin natürlich aus. Es gelang ihr, Chiara mit einem Wurf zu überraschen und damit den fehlenden Ippon im Part 2 zu holen.
Schade, aber angesichts der starken Gegner ist Silber ein gutes Ergebnis!


Nach Abschluss der Kämpfe und ihrer Siegerehrung konnte Chiara endlich auch das sehr gute ungarische Essen genießen.
Insgesamt war die Organisation des Turnieres gut, genügte allerdings noch nicht ganz den internationalen Standards, die wir bereits in anderen Ländern (und in Deutschland) erleben durften. Aber es war das Erste seiner Art in Ungarn und wird sich weiter entwickeln.
Erwähnenswert sind auch die Schiedsrichterleistungen. Nachdem ich die Kämpfe von ca. 10:00 bis 18:00 Uhr beobachten und mit vergangenen Turnieren vergleichen konnte, war ich beeindruckt. Auch das Niveau der Kämpfer war insgesamt hoch.

 

Am Mittwoch, den 04.04.2018 hatten mich die Erzieher der Ferienspiele der Grundschule Klosterfelde als Referenten eingeladen. Ab 09:30 Uhr sollte ich mit ca. 15 Kindern der 3. und 4. Klassenstufe einen Kurs zur Gewaltprävention durchführen. Es war eine bunt gewürfelte Gruppe aus fünf verschiedenen Schulklassen, die mich erwartete. Die Vorbereitung war, wie immer, recht umfangreich.

Wochen zuvor hatte ich den Lehrern der Grundschule bereits mein Konzept vorgestellt, die wiederum bei den Eltern um Sympathie warben.

Diesmal nahm ich die Hilfe der Freunde von www.kinderstarkmachen.de in Anspruch, die mir einen Karton mit viel Material für Kinder und Eltern zusandten.

Mit viel Musik zur Bewegung, Kaugummis zur Konzentration, Luftballons und Flipchart ausgerüstet begannen die Kinder und ich den Tag. Zur Verstärkung hatte mich meine Tochter Chiara begleitet, die während des Kurses auch die Profifotografin sein durfte.

Sehr viele Themen wurden beackert:

Was ist Freundschaft? Was ist Angst? Was ist Notwehr? Ist Sucht gut? Und noch viel mehr. Ein Highlight war der „heiße Stuhl“. Eine Form des praktischen Trainings zum Verständnis von Empathie.

 

Überhaupt zog sich dieser Begriff durch den gesamten Lehrgang.

Sehr viel wurde von den Kindern selbst erarbeitet. Besonders lustig ging es während der „künstlerischen“ Beschäftigung zu. Die Kids malten in Gruppen eine lebensgroße Figur auf eine Tapetenbahn und zeichneten dann die „Wehtu-Punkte“ ein. Anschließend erläuterten die Gruppen selbstbewusst, was sie dazu bereits an Wissen hatten.

Alle waren mit Feuereifer dabei, als sie ihre Stimme entdeckten und wunderten sich, welche Macht sie haben kann. Die Schüler lernten etwas über ihre körperlichen Möglichkeiten gegen Größere und konnten am Schlagpolster ausprobieren, was geht und was eben nicht geht.

Zum Abschluss erhielten alle noch ein T-Shirt von Kinder-stark-machen, einen Kalender und viel Material zum Kurs aus dem Bereich „Nicht mit mir!“.

Das Wissen um die Gefühle der Anderen bildet die Grundlage für eine gesunde Sozialisation. Die Gegenwart dieses Wissens im Gedächtnis muss immer wieder angeregt werden. Dafür war dieser Kurs ein gutes Mittel. Gegen 15:00 Uhr verabschiedeten wir uns von den Kindern und ich bin zuversichtlich, einen Beitrag geleistet zu haben.

Mein Lebensmotto „Kinder sind nie schuld!“ habe ich versucht, mit diesem Lehrgang praktisch umzusetzen. Es hat mir wieder sehr großen Spaß gemacht!

 

Olaf Werner