Finkenwerder- Inselcup 2019

 

Am 20. September ging es vollbepackt in Richtung Hamburg. Mit an Bord zwei unserer „Kleinen“ Rouven Franke und Liam Niko Konzack, und zwei von unseren erfahrenen Kämpferin Leonie Miersch und Marlene Machineck. Am Abend erreichten wir nach unzähligen Baustellen endlich Finkenweder.

Zum Ort des Wettkampfes fuhren wir am nächsten Morgen. Dort wurden sehr zügig die ersten Wettkampflisten für die insgesamt 140 erschienen Kämpfer ausgehängt. Als erstes durften Liam Niko und Rouven (u10) antreten.

 

 

Liam Niko zeigte nach einem etwas holprigen Start eine beeindruckende Leistung in allen drei Parts. In drei Kämpfen setzte er sich mit starken Atemi-Techniken und gutem Durchhaltevermögen in Part drei durch. Bei zwei weiteren traf er auf einen überlegenen Gegner. Auch bei diesen zeigte Liam Niko sein Können, unterlag jedoch der größeren Erfahrung seines Gegenübers. Liam Niko blieb bis zur letzten Minute konzentriert und konnte sich damit die Silbermedaille in seiner Gewichtsklasse sichern.

 

 

Als nächstes ging Rouven an den Start. Trotz seiner Wettkampferfahrung war ihm die Nervosität durchaus an zu merken. Trotzdem zeigte er hier herausragende Würfe und Festhalten und gewann durch technische Überlegenheit. Auch den nächsten Kampf konnte er mit einem klaren Sieg beenden. Ab da an vergrößerten sich die Abstände zwischen den einzelnen Kämpfen.  Rouven konnte seine Konzentration in den folgenden Runden nicht aufrecht erhalten und unterlag seinen Gegnern. Ebenso wie Liam Niko ergatterte auch Rouven den zweiten Platz.

 

 

Stundenlanges Warten und Diskussionen mit dem Veranstalter erwarteten die Wettkämpfer im Anschluss. Nicht nur die Suche nach einer Gegnerin für Marlene gestaltete sich schwierig. Als endlich eine gefunden war, streikte der Vorsitzende des Finkenwerder Inselcups. Mit vereinten Überzeugungskünsten durften die beiden Mädchen in der u18 antreten.

Leonie (u16) konnte ihr Können nur kurz unter Beweis stellen. Trotz vortägiger Ankündigung gab es für sie nur eine Gegnerin. In diesen Kämpfen zeigte Leonie zwar gutes Durchhaltevermögen, ließ sich jedoch von der Stärke der Gegnerin im Bodenrandori einschüchtern. Trotzdem gab es auch hier eine Silbermedaille.

 

 

Zu Guter Letzt kämpfte Marlene (u18) gegen eine niederländische Wettkämpferin, die sich einverstanden erklärt hatte eine Altersklasse nach oben zu gehen. Marlene (durch eine Krankheit ohnehin schon geschwächt) musste sich hierbei schnell der technischen Überlegenheit ihrer Kontrahentin geschlagen geben. Doch auch hier: Silbermedaille!!

 

 

Fazit: 4 x Silber und glückliche Wettkämpfer

Laura Engler

Hanau 05./06. Oktober – die German Open des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes

Die Krönung aller Wettkämpfe in Deutschland: 499 Athleten der Altersklassen u18, u21 und Senioren aus 27 Nationen von 5 Kontinenten!

Lohnt es, für nur einen Athleten 1.200 Kilometer zu fahren?

Dagegen: die Kosten - die Zeit - der Aufwand – Ferien …

Dafür: die Quälerei beim Training - die Chance, auf der Ranking-Liste aufzusteigen – das Glücksgefühl des Erfolges – der Stolz auf die eigene Leistung – die Pflicht gegenüber dem Bundeskader und natürlich den Trainingspartnern verpflichtet

Leichte Entscheidung!

Also fuhren wir am Samstag durch gefühlt 20 Baustellen nach Hanau.

Chiara Werner, einzige Starterin des TSV sollte am Sonntag gegen Mittag kämpfen. Ihre Gewichtsklasse bis 52 kg war mit 5 Kämpferinnen, darunter einer Niederländerin, besetzt.

Unter den Kotrahentinnen befand sich auch Chiaras Zweitstarterin im Nationalkader. Sie war die Gegnerin im ersten Kampf. Es ging alles ziemlich schnell: Beide hatten bereits einen Ippon im Part 1, als Chiara einen Eckenwurf ansetzte, der nicht so ganz sauber gezogen war und sie in Unterlage brachte. Der Kampfrichter vergab leider keinen Punkt an Chiara vielmehr einen Wurfippon an die Gegenseite. Aus der folgenden Festhalte konnte sich Chiara nicht mehr befreien, so dass der dritte Doppelpunkt den (vorzeitigen) Sieg für die Kontrahentin brachte.

 

Trotzdem gab Chiara nicht auf. Sie kämpfte ein ums andere Mal sehr überlegen, gewann alle drei folgenden Auseinandersetzungen mit hohen Punktedifferenzen und profitierte davon, dass die erste Gegnerin ihrerseits zwei Kämpfe verlor. Da nutzte der Punktevorsprung von 50:0 aus dem ersten Kampf nichts mehr.

 

Chiara erkämpfte sich damit eine der 16 Goldmedaillen für Deutschland und DIE EINZIGE FÜR UNSER BUNDESLAND!

Am Rande
bei „Ahrensfelde in Bewegung 2019“

 

Das Event im Blumberger Lenne-Park ging fast dem Ende entgegen, da gab es noch einen Höhepunkt für den TSV Lindenberg.
Zu diesem Zweck war der Vorstandsvorsitzende (und Vorstandsmitglied der Sportstiftung) der Sparkasse Barnim, Herr Uwe Riediger auf der Veranstaltung erschienen.
Es galt, eine Ehrung vorzunehmen:

Chiara Werner aus der Abteilung Ju-Jutsu des TSV ist bereits seit ihrer Geburt Vereinsmitglied.
Trainiert von ihrem Vater begann sie schon mit 5 Jahren diese Kampfsportart zu betreiben und nahm mit 6 an ihrem ersten Wettkampf teil. Der Spaß am Sport und unermüdlicher Trainingsfleiß führten dazu, dass sie inzwischen den blauen Gürtel trägt und eine der besten Kämpferinnen des Landes Brandenburg ist.
Auf Grund dessen hat der Deutsche Ju-Jutsu Verband Chiara in den Nationalkader berufen und sie für die Teilnahme an der Europameisterschaft im Oktober in Griechenland nominiert.
Chiara Werner ist zweifache Deutsche Meisterin im Ju-Jutsu Fighting sowie mehrfach Ostdeutsche Meisterin. Dass das alles viel Geld kostet, weiß jeder, der im Leistungssport unterwegs ist.

In Anwesenheit des Landrates, Herrn Daniel Kurth und des Bürgermeisters der Gemeinde Ahrensfelde, Herrn Wilfried Gehrke überreichte Herr Riediger eine Ehrenurkunde der Sportstiftung an Chiara, die mit einem Förderbetrag in Höhe von 650,00 € verbunden ist.

Dank gebührt hier nicht nur der Stiftung, sondern vor allem Chiaras langjährigen Trainingspartnern, namentlich Marlene Machineck und Leoni Miersch, ohne die solche Leistungen nicht möglich wären!

An dieser Stelle gilt unser Dank auch der Firma Hoffmann, die unsere Wettkämpfer tatkräftig unterschtützt.

Der Nachwuchs kommt!

Freitag, 06.09.19, 15:30 Uhr

380 Kilometer und 20 Staus später … Leinefelde-Worbis / Thüringen – Leinefelder Herbstturnier im Ju-Jutsu Fighting

Wir waren mit unseren vier jüngsten Kämpfern und zwei erfahrenen „alten Hasen“ dort.

Die Organisation des Turniers stellte sich am nächsten Tag als recht gewöhnungsbedürftig heraus. Eigentlich sollten die Kämpfe gegen 09:30  Uhr auf drei Matten beginnen. Um 10:30 ging eine Matte „in Betrieb“. Letztlich Begannen unsere Jüngsten gegen 11:00 Uhr auf Matte 1.

Die beiden u8er Leon Franke und Nico Miersch (6 und 7 Jahre alt) waren im selben Pool. Leon, der genau wie Liam Niko Konzack (u10) auf seinem ersten großen Wettkampf war, konnte noch keinen Kampf gewinnen. Trotzdem zeigte er bereits gute Ansätze und versuchte, das Gelernte umzusetzen.

Nico dagegen hat sich gegen alle Gegner durchsetzen können und zeigte ausgezeichnete Atemitechniken. Auch in der Wurfphase trat er überlegen auf, so dass nur einer der Kontrahenten gegen ihn überhaupt eine Chance hatte. Letztlich fegte er alle Gegner überlegen von der Tatami.

 

 

Liam Niko musste danach im KO-System gegen 7 weitere Kämpfer antreten. Seine Unerfahrenheit machte ihm schon im ersten Kampf einen Strich durch die Rechnung. Er konnte seine Konzentration nicht fokussieren. Im zweiten Kampf dann, in der Trostrunde, war zwar die Konzentration besser und er zeigte einiges vom Gelernten, war seinem Gegner aber dennoch nicht gewachsen. Er musste sich mit dem 7. Platz begnügen.

Leider konnte Rouven, unser zweiter u10-Kämpfer nicht antreten, er war krank geworden.

Leoni Miersch, die in der u16 bis 63 kg startete, hatte drei Gegnerinnen. Darunter zwei Kämpferinnen aus dem Bundeskader. Sie kämpfte beherzt und machte es den beiden Mädels schwer, konnte jedoch nicht verhindern, dass beide vorzeitig siegten. Die Vierte im Pool war eine alte Bekannte. Gegen sie hatte Leoni beim letzten Wettkampf verloren. Diesmal sah die Sache jedoch anders aus. Leoni war in allen drei Parts überlegen und gewann selbst vorzeitig. Bissig, gute Übersicht und technisch sauber – sehr viel dazu gelernt!

 

 

Marlene Machineck, als einzige weibliche u18-Kämpferin bis 48 kg auf dem Turnier, wurde eine Kämpferin aus der u16, die bis 52 kg kämpft, zugewiesen. Marlene hatte bereits zuvor einmal gegen sie gekämpft und auf Grund des Gewichtsunterschiedes damals verloren. Da sie zu zweit waren, ging es diesmal um einen Hin- und einen Rückkampf. Gewinnen beide je einen Kampf, würde es einen Entscheidungskampf geben.

Marlene, die seit einiger Zeit zusätzlich Krafttraining macht, konnte den Gewichtsunterschied gut ausgleichen und warf ihre Gegnerin sogar zweimal mit einem Konter. Trotzdem verlor sie den ersten Kampf knapp.

Im zweiten Kampf zeigte Marlene ihre technische Überlegenheit, so dass selbst die Kampfrichter diesmal nicht umhin kamen, sie zum Sieg zu punkten. Nun hätte es zum Entscheidungskampf kommen müssen, kam es aber nicht. Die Gegnerin, die befürchtete, erneut zu verlieren, wollte nicht noch einmal gegen Marlene antreten und gab auf.

 

 

Auf Grund ihrer sehr guten Kampfweise erhielt Marlene sogar einen Pokal für die beste Technikerin – ein schöner Erfolg!

 

 

Nach den diesjährigen Erfahrungen in Leinefelde, werden wir im kommenden Jahr wohl nicht wieder dorthin fahren. Durch die geringe Teilnehmerzahl sind die Altersklassen ab u14 aufwärts leider nicht oder zu gering besetzt. Wir werden sehen …

Fazit:

Zweimal Gold, einmal Bronze, ein vierter, ein siebenter Platz und dazu ein Pokal!

Wir haben gut gearbeitet und Lindenberg angemessen präsentiert.

Das Kalender-Halbjahr und das Schuljahr gehen zu Ende. Das ist auch die Zeit der Technik-Prüfungen im Ju-Jutsu.
Die Vorbereitungszeit auf die nächste Gürtelfarbe in den unteren Kyu-Graden beträgt nur 6 Monate und sowohl unsere Kids, als auch unsere Erwachsenen haben diese Zeit gut genutzt.

Allein in der Kindergruppe konnten sich 13 kleine Ju-Jutsu-Ka über ihre bestandene Prüfung in Lindenberg freuen.

 

Aber auch die Erwachsenen Micha, Janek und Tina, darunter zwei Übungsleiter der Kids, die ihre Prüfungen zum Orangegurt (3.Kyu) in Neuenhagen abgelegten, haben es geschafft und tragen nun neue Farben.

 

 

Unsere beiden Wettkämpferinnen aus der Jugendgruppe, Marlene und Chiara sind weit gefahren, da sie bereits an der Verbandsprüfung teilnehmen mussten. Diese fand in Großbeeren statt. Beide haben mit sehr guten Leistungen „abgeliefert“ und tragen jetzt blau (2. Kyu).

Herzlichen Glückwunsch an alle und weiter so!!!