Hanau 05./06. Oktober – die German Open des Deutschen Ju-Jutsu-Verbandes

Die Krönung aller Wettkämpfe in Deutschland: 499 Athleten der Altersklassen u18, u21 und Senioren aus 27 Nationen von 5 Kontinenten!

Lohnt es, für nur einen Athleten 1.200 Kilometer zu fahren?

Dagegen: die Kosten - die Zeit - der Aufwand – Ferien …

Dafür: die Quälerei beim Training - die Chance, auf der Ranking-Liste aufzusteigen – das Glücksgefühl des Erfolges – der Stolz auf die eigene Leistung – die Pflicht gegenüber dem Bundeskader und natürlich den Trainingspartnern verpflichtet

Leichte Entscheidung!

Also fuhren wir am Samstag durch gefühlt 20 Baustellen nach Hanau.

Chiara Werner, einzige Starterin des TSV sollte am Sonntag gegen Mittag kämpfen. Ihre Gewichtsklasse bis 52 kg war mit 5 Kämpferinnen, darunter einer Niederländerin, besetzt.

Unter den Kotrahentinnen befand sich auch Chiaras Zweitstarterin im Nationalkader. Sie war die Gegnerin im ersten Kampf. Es ging alles ziemlich schnell: Beide hatten bereits einen Ippon im Part 1, als Chiara einen Eckenwurf ansetzte, der nicht so ganz sauber gezogen war und sie in Unterlage brachte. Der Kampfrichter vergab leider keinen Punkt an Chiara vielmehr einen Wurfippon an die Gegenseite. Aus der folgenden Festhalte konnte sich Chiara nicht mehr befreien, so dass der dritte Doppelpunkt den (vorzeitigen) Sieg für die Kontrahentin brachte.

 

Trotzdem gab Chiara nicht auf. Sie kämpfte ein ums andere Mal sehr überlegen, gewann alle drei folgenden Auseinandersetzungen mit hohen Punktedifferenzen und profitierte davon, dass die erste Gegnerin ihrerseits zwei Kämpfe verlor. Da nutzte der Punktevorsprung von 50:0 aus dem ersten Kampf nichts mehr.

 

Chiara erkämpfte sich damit eine der 16 Goldmedaillen für Deutschland und DIE EINZIGE FÜR UNSER BUNDESLAND!

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