Offenbar zahlt sich die jahrelange Beharrlichkeit auch hinsichtlich der „Männerquote“ bei den Wettkampfkids Ju-Jutsu aus! Mit den neuen Kämpfern Celina Schneider (12), Angelina Roßbacher (10), Gina Maire Kroker (12), Rouven Franke (7) und Nico Miersch (noch 5) befinden sich nun endlich auch Jungs im Team. Sehr erfreulich nach 8 Jahren „Mädchenriege“. Da werde ich mich wohl ein wenig umstellen müssen

Im schönen Sachsen Anhalt liegt Zeitz, augenscheinlich eine sterbende Stadt, wenn man den vielen „toten“ Fenstern glauben darf …

Ungeachtet dessen, wird der Sport dort trotzdem groß geschrieben! Zum 22. Mal jährte sich am letzten Wochenende der „Pokal des Präsidenten“ im Ju-Jutsu Wettkampfbetrieb des Ostens.

Leider hatte diesmal das Grippeungeheuer seine Krallen im Räderwerk. Vereinsübergreifend konnten  mehr als 40 Kämpfer nicht antreten. Dadurch mussten diesmal nicht nur Gewichts- sondern sogar Altersklassen zusammengelegt werden. So kam es, dass nur Leoni Miersch in ihrer angestammten Kategorie u15 bis 63 kg antreten konnte. Marlene Machineck startete noch einmal in der Altersklasse u15, jedoch in ihrer eigenen Gewichtsklasse bis 44 kg. Und Chiara Werner, die bis 48 kg kämpft, musste hoch in die Klasse bis 52. Entsprechend turbulent ging es zu.

Zuerst war Leoni dran. Sie hatte vier Gegnerinnen. Alle waren recht erfahren, Leoni konnte jedoch mit allen gut mithalten. Trotzdem fehlte ihr in allen Kämpfen das Quäntchen Glück. Sie zeigte gute Techniken im Part 1 und versuchte auch im Part 2 ihre Würfe durchzusetzen. Die Gesamtleistung in Technik und Kondition zeigte eine gute  Verbesserung zum letzten Wettkampf, reichte jedoch für dieses Klassement  trotz ihrer überaus spannenden Kämpfe noch nicht aus, um aufs Treppchen zu kommen.

Marlene hatte, wie Chiara auch, zwei Gegnerinnen. Im ersten Kampf unterschätzte sie ihre Kontrahentin, die ihr im Verlauf des ersten Kampfes prompt einige Punkte abnahm. Dann kassierte Marlene auch noch eine Strafe, weil sie in der Hitze des Gefechtes nicht darauf achtete, dass in der u15 noch nicht am Kopf getroffen werden darf. Schade, der saubere Highkick wäre in ihrer Alterskasse u18 ein Ippon (Doppelpunkt) gewesen… .
Den zweiten Kampf gestaltete Marlene dann gewohnt souverän und gewann vorzeitig mit 14:0. Erfreulich: die Punktedifferenz reichte dann doch noch für Gold!

Chiara war die Letzte. Ihre erste Auseinandersetzung musste sie gegen eine alte Bekannte aus früheren Altersklassen bestreiten. Die Kämpferin aus Schönebeck war ebenso erfahren und technisch stark, wie Chiara es inzwischen ist. Trotz des Gewichtunterschiedes konnte unsere Kämpferin sich im Part 1 nach und nach ein 5-Punkte-Polster erkämpfen. Die Gegnerin versuchte immer wieder, einen Würfe anzusetzen. Zwei Minuten lang konnte Chiara diese Bemühungen vereiteln. Erst in Minute drei gelang es der Schönebeckerin, einen Wurf durchzusetzen und aus der anschließenden Festhalte gab es für Chiara wegen des höheren Körpergewichtes ihrer Gegnerin kein Entkommen. … leider 0:14 verloren …

 

 

Wie Marlene gelang es Chiara im zweiten Kampf, ihre Gegnerin technisch zu dominieren. Sie gewann vorzeitig mit 14:0. Allerdings reichten die erkämpften Punkte letztlich nur für Silber.

Unsere drei Kämpferinnen können stolz auf ihre Leistungen sein. Weiter so, Mädels!

Unser Japanisches Turnier …. zum 11ten!

 

Wo, wenn nicht auf der Wettkampfmatte selber können Ju-Jutsu-Kinder herausfinden, ob sie sich an das Thema Ju-Jutsu-Wettkampf heranwagen möchten? Natürlich am besten mit etwa Gleichaltrigen und aus der gleichen Gewichtsklasse. Wo man so etwas erleben kann? Na bei uns, dem TSV Lindenberg 1994 e.V., beim „Japanischen Turnier“.

33 kleine Wettkämpfer aus 7 Vereinen und 3 Bundesländern konnten wir am Samstag den 10.02.2018 in unserer Sporthalle begrüßen. Gemeinsam einlaufen, gemeinsam angrüßen, gemeinsam erleben …….

Für unsere Jüngsten war es das erste Mal! ….. Aufregung pur …….Auf der Tatami (Matte) stehen und sich mit jemandem körperlich messen!

Auch wenn die kleinsten Kampfmäuse aufgrund ihrer 5 und 6 Jahre nur im Part II (Würfe) und Part III (Bodenkampf) starteten, konnten sie ihre erlernten Techniken allen Anwesenden demonstrieren! Nico und Leon …. Das habt ihr Klasse gemacht.

Auch unseren Größeren im Alter von 7 bis 13 Jahren, war die Aufregung anzumerken! Denn auch hier stand der Eine oder Andere zum ersten Mal auf der Kampffläche. Sie kämpften in allen 3 Parts, beginnend mit Part I (Atemitechniken) dann fließender Übergang zu Part II (Würfe) und zum Abschluss Part III (Bodenkampf).

Celina, Kimberly, Angelina, Gina-Marie, Jonas, Kay und Rouven lieferten spannende Kämpfe und saubere Techniken! Na klar, nach jedem Kampf ging der Blick zum Tisch wo die Medaillen und Pokale lagen: „Welche werde ich wohl bekommen“ ging es auch den Größeren durch den Kopf.

Zwischen vielen spannenden Kämpfen hatte sich Rene wieder etwas Besonderes ausgedacht!

Als Höhepunkt durften wir in diesem Jahr die Darbietung von Judo-Kata-Elementen von Marcus Nietner und Felix Hartmann bestaunen. Marcus und Felix nahmen bereits erfolgreich an nationalen und internationalen Meisterschaften teil und es waren Technikausführungen von hervorragender Qualität. Der anschließende stürmische Beifall ließ die beiden spüren, dass sie den Nerv aller Anwesenden getroffen hatten.

Auch Michael Gust, Vizepräsident Breitensport des DJJV und Präsident des Brandenburgischen Ju-Jutsu Verbandes, überzeugte sich vor Ort von den kämpferischen Leistungen unserer Nachwuchskämpfer.

Und da er schon mal da war, wurde er auch gleich in die Siegerehrung mit eingebunden!

2x Gold, 5xSilber und 2xBronze für den TSV Lindenberg …… wir sind stolz auf euch!

Das wurde nur noch getoppt als es darum ging, die Besten des Nachwuchses zu ehren.

Zur besten Nachwuchskämpferin wurde Sofia Clemens - 5 Jahre - aus Bernau und zum besten Nachwuchskämpfer wurde Nico Miersch - 6 Jahre - vom TSV Lindenberg geehrt! Bei den bis 13jährigen wurden Leon Blechschmidt - 12 Jahre - aus Ziesar und Phoebe Truhn - 12 Jahre - aus Berlin als beste Kämpfer/Techniker geehrt!

Mein Dank gilt allen fleißigen Eltern für das leckere Buffet, allen im Hintergrund Agierenden für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Turnieres.

Danke: Rene, Peggy, Thomas, Alex, Julia, Ingo, Maik, Laura, Tina, Jacqueline, Karola, Jörg, Claudia, Kristin, Lucy, Leoni, Sabrina, Schmani …….. (und noch viele weitere)!

Das ich, wenn auch nur als stehender Zuschauer, daran teilnehmen konnte, verdanke ich der Physiotherapie Anima, in Ahrensfelde um Robert Liebers und seinem Team! Robert setzt mich nicht nur 2x die Woche unter Strom, sondern er unterstützte auch unser Japanisches Turnier mit einer Spende.

Vielen Dank dafür!

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Eik Miersch

Sektionsleiter Ju-Jutsu

TSV Lindenberg 1994 e.V.

… hinüber in die u18 …

Der erste Wettkampf in diesem Jahr waren die Kodokan Open in Norderstedt. Ein Test unter besonders „erschwerten Bedingungen“ für unsere Aufsteiger.

Man könnte sagen, nun sind sie erwachsen, unsere zwei Ältesten Marlene Machineck und Chiara Werner. In der Altersklasse „unter 18“ (u18) angekommen, mussten sie sich neu beweisen. Und das taten sie!

Es lagen drei Tatamis, auf denen bei unserem Eintreffen schon Auseinandersetzungen im Gange waren. Im Verlaufe des Turniers hatte ich bemerkt, dass die Kampfrichterleistung auf Matte 1 an diesem Tage zumindest fragwürdig war …

Unsere sollte die letzte Gewichtsklasse sein, die es auszukämpfen galt und das war für Matte 3 geplant. Die Referees dort waren augenscheinlich sehr gut.

Dann wurden unsere Mädels ausgerechnet nach Matte 1 „verlegt“ – sehr schade! Dabei freuten wir uns schon, nicht auf dieser Matte kämpfen zu müssen.

Marlene hatte bis 44 kg keine Gegner und man schob sie deshalb in die Gewichtsklasse von Chiara (bis 48 kg) hoch. Die beiden weiteren Kämpferinnen im Pool waren in dieser Altersklasse schon jeweils ein und zwei Jahre zu Hause und unsere Mädels hatten entsprechenden Respekt.

Von Anfang an wurde deutlich, dass man die „Neuen“ nicht gewinnen lassen wollte.

Es kam zu vielen unberechtigten Punktevergaben zu unseren Ungunsten.

Letztlich wurden die Fights der Kämpferinnen aus Wüstems bei Frankfurt am Main und Norderstedt, dem veranstaltenden Verein, für uns alle als verloren gepunktet. Einzig der Kampf unserer Beiden gegeneinander war einigermaßen fair bewertet worden. Allerdings war der vorzeitige Sieg durch Chiara auch hier nicht berechtigt. Man kann nur hoffen, dass die Kampfrichter die Kämpfe ebenfalls kritisch nachbereiten. Ich stelle meine Videoaufzeichnungen gern zur Verfügung …

Unsere Kämpferinnen bewiesen einmal mehr, dass sie gut ausgebildet und technisch auf der Höhe sind. Die Videoanalyse deckte einige Schwächen auf, zeigte jedoch deutlich, dass bei reeller Bewertung drei der vier Kämpfe gegen die „alten Hasen“ von uns gewonnen worden wären.

So brachten wir diesmal zwar „nur“ eine Bronzemedaille mit nach Hause, stellten aber fest, dass „die Anderen“ auch nur mit Wasser kochen.

Der nächste Wettkampf kommt bestimmt!

Neue Zahnschütze für unsere Ju-Jutsu-Kämpfer

Seit einiger Zeit sind unsere Wettkämpfer in Kategorien unterwegs, die auch eine gute bzw. sehr gute Ausrüstung erfordern. Deshalb freuen wir uns besonders, dass Herr Born, er ist Zahntechniker, sich bereit erklärt hat, professionelle Zahnschütze für die Kids anzufertigen.

Dazu waren alle in unserer Lindenberger Zahnarztpraxis um Gebissabdrücke zu nehmen.

Herr Born hat sehr gute Arbeit geleistet und gestern (25.01.2018) die Zahnschütze in den gewünschten Farben an die Kämpfer übergeben.

Herzlichen Dank für diese großzügige Spende!