Zum 20. Mal fand der „Pokal der Gemeinde Basdorf“ statt. Wir brauchten einmal weniger (so weit, wie sonst) zu fahren und waren auch froh darüber! So kostengünstig sind Turniere selten…
Entsprechend dem Anlass wurde eine nicht alltägliche Ehrung vorgenommen:
Jürgen Anke, der langjährige verdiente Trainer des Veranstalters PSV Basdorf, erhielt für sein Engagement den 2. DAN verliehen. Ich freue mich persönlich sehr darüber!
Unser TSV war unter den 120 angereisten Kämpfern mit sechs Kampfkatzen vertreten.
Auch diesmal haben einige unserer Wettkampfbeginnerinnen viel Kampferfahrung gesammelt.
Lucy-Ann Muchow war der Konkurrenz in ihrer Gewichtsklasse bis 52 kg zwar noch nicht gewachsen, hielt jedoch gut dagegen und punktete überraschend.
Auch Jolie Kummer, die in ihrem Pool nur erfahrene Gegnerinnen hatte, kämpfte gut, konnte sich jedoch noch nicht durchsetzen.
Da die Gewichtsklasse von Marlene Machineck mit nur zwei Kämpfern besetzt war, entschlossen wir uns, sie zusätzlich auch in der -44kg-Klasse starten zu lassen. Sie kämpfte in Beiden gut und wurde 2 x Zweite.
Auch Chiara Werner war für zwei Gewichtsklassen gemeldet: -44kg und -48kg.
Während des Turniers gab es durch mich als Trainer einen Protest wegen einer verbotenen Technik einer Berliner Kämpferin.
Leider nahm der Hauptkampfrichter der Matte 3, auf der alle unsere Mädels kämpften, dies persönlich und ließ das offenbar an Chiara aus. Das ging so weit, dass sie durch Tieftritte und Schläge gegen den Hals verletzt wurde und es dafür keine Bestrafungen sowie keine Verletzungsunterbrechungen gab. Der letzte Kampf in der 48er Klasse geriet dadurch außer Kontrolle. Chiara gab dann im Folgekampf in der 44er Klasse unter demselben Kampfrichter entnervt auf.
Der Mattenrichter wurde danach auf Grund meiner Beschwerde durch den leitenden Kampfrichter des Turniers von der Matte genommen.
Leider hatte das bereits Auswirkungen auf das Gesamtergebnis. Chiara wurde in ihrer eigenen Gewichtsklasse nur Dritte und in der 48er Klasse „nur“ Zweite.
Melissa Thäle machte zwei gute Kämpfe und wurde in der 48er Klasse verdient Dritte.
Leoni Miersch hatte wieder das Pech, dass in ihrer Gewichts- und Altersklasse niemand angereist war. Sie bestritt zwei Freundschaftskämpfe gegen eine etwas leichtere Gegnerin aus Basdorf, welche Leoni beide gewann.
Zum Schluss noch: Lieben Dank für die wieder einmal suuper Unterstützung durch unsere Muttis!

Wettkämpfe, Wettkämpfe, Wettkämpfe…

Wir waren am 5. November das zweite Mal in Weimar zum Classic Callenger Cup - diesmal gleich mit acht (!) Kämpferinnen. Es ging entsprechend turbulent zu. Da es sich um ein Turnier der Mittelklasse mit vielen Anfängern handelte, konnten auch einige nicht so erfahrene Kämpferinnen vom TSV mitfahren.
Die Bilanz kann sich sehen lassen. Mit 1 x Gold, 3 x Silber und 3 x Bronze haben wir wieder sieben Medaillen mit nach Hause gebracht. Leider war das Turnier auch von einer schweren Verletzung überschattet: Chiara Werner hat sich während ihres ersten Kampfes den linken Arm ausgekugelt und konnte dadurch nicht weiter am Geschehen teilnehmen.
Ein Arzt aus Zeitz, der mit seiner Tochter da war, kam sofort auf die Matte und hat das Problem glücklicherweise innerhalb von Sekunden behoben, so dass keine Spätfolgen in Form einer notwendigen langwierigen Heilung eingetreten sind. Am Sonntag danach (in der Notaufnahme) wurde Chiara sogar erlaubt, am kommenden Wochenende wieder zu kämpfen.
Vielen Dank an den schnellen Helfer!
Die Leistungen der einzelnen Mädels waren gut und sehr gut. Gemessen an ihrem derzeitigen technischen Ausbildungsstand bin ich sehr zufrieden.
Unter den „Neuen“ hat besonders das Kämpferherz von Vanessa Maziewski überzeugt.
Aber auch die anderen „Unerfahrenen“ (Lucy-Ann Muchow, Melissa Thäle und Jolie Kummer) lieferten gute Kämpfe. Die drei „alten Hasen“ Lia-Sophie Fischer, Marlene Machineck und Leoni Miersch waren ebenfalls gut dabei. Leider konnte Leoni, die noch in der Altersklasse u12 kämpft, auf Grund ihrer Größe und der entsprechend hohen Gewichtsklasse keine Gegnerin finden. Daher trat sie gegen einen Jungen an. Sie gewann den Hin- und den Rückkampf souverän.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Sportstiftung der Sparkasse Barnim. Ohne die Spende für unsere Wettkämpfer wäre die Teilnahme an mindestens der Hälfte der 12 Wettkämpfe in diesem Jahr durch die Eltern und den Verein finanziell nicht zu stemmen gewesen!

Deutschlands größtes Ju-Jutsu-Event im Jahr - die "German Open" - fanden am 24. und 25.09. in Gelsenkirchen statt und wir waren dabei! Drei unserer Fighting-Mädels stellten sich am Sonntag der zum Teil sehr starken und auch internationalen Konkurrenz. Die jüngeren Altersklassen durften erstmals an dieser Veranstaltung teilnehmen. Und das Ganze in der beeindruckenden Kulisse der VELTINS-Arena.

 

 

 

 

 

 

Über 1200 Athleten aus etwa 10 Ländern kämpften auf 14 Matten um die Medaillen. Eine große Herausforderung an Geduld, Ausdauer und Können für alle Beteiligten und erst am späten Sonntagnachmittag waren die Altersklassen unserer Kinder dran.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuerst kämpfte Lia-Sophie Fischer, unsere Jüngste, in der u 12 bis 36kg. Sie hatte vier Gegnerinnen und damit auch 4 Kämpfe. Im ersten Kampf lief sie gleich zur Hochform auf, führte lange, musste sich aber dann mit nur einem Punkt Rückstand geschlagen geben. Das machte sich am Schluss jedoch bezahlt! Den zweiten Kampf verlor sie deutlich gegen die überlegene spätere Siegerin. Danach drehte sie jedoch richtig auf und gewann die beiden folgenden Kämpfe überlegen. Besonders der hohe Punktevorsprung von 17 Zählern, den sie sich im letzen Fight erkämpfte, sicherte ihr den Platz mit der Nummer 2 auf dem "Treppchen".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als zweite war Chiara Werner in der u 15 bis 44kg dran. Sie musste, ebenso, wie Marlene Machineck in ihrer Gewichtsklasse bis 40kg, in einem von zwei Teilpools mit jeweils zwei oder drei Gegnerinnen antreten. Die ersten beiden Kämpfe gewann sie souverän mit ,,full Ippon" (technische Überlegenheit) vorzeitig. Den dritten Kampf verlor sie dann leider, konnte sich aber auf Grund der vorherigen 14:0-Wertungen trotzdem die Bronzemedaille sichern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marlene hatte im ersten Kampf etwas Pech. Durch eine falsche Wertung der Kampfrichter verlor sie ihren ersten Kampf knapp mit nur einem Punkt Rückstand. In der zweiten Auseinandersetzung traf sie auf die starke Bernauerin (Zweite des u 15 World Cup) Alexa Frei. Durch eine starke Leistung verhinderte Marlene jedoch einen vorzeitigen Sieg durch Alexa und konnte dadurch einen zu großen Punkteverlust verhindern. Mit der gleichen Kampfstärke und Willenskraft setzte sie sich im dritten Kampf durch, gewann und erkämpfte sich ein Punktepolster, das trotz des verlorenen letzten Kampfes ausreichte, sich die Bronzemedaille zu sichern! Von anderen Vereinen erhielten die Mädels viel Lob für ihre Kämpfe. Drei Kämpfer - drei Medaillen, so könnte es meinetwegen weiter gehen. Das fleißige (auch Ferien-) Training hat sich jedenfalls ausgezahlt. Bei einer so hochkarätigen Konkurrenz eine super Leistung!

Am 14.09.2016 habe ich nach dem Training alle Kids zusammen gerufen. Auch unser Vereinsvorsitzender war zu diesem (wichtigen) Termin erschienen. Die Überraschung für Christoph Gruschwitz war groß, als er erfuhr, worum es ging:

Im Namen aller Ju-Jutsu-Kinder und natürlich in meinem Namen habe ich Christoph für seine fleißige Arbeit als Kindertrainer in den letzten anderthalb Jahren gedankt. Die Kinder hatten gesammelt, um ein kleines Abschiedsgeschenk überreichen zu können und zum Schluss gab es noch ein gemeinsames Abschiedsfoto.

Sie haben viel von Dir gelernt und Du sicher von den Kindern auch...Wir sind traurig, dass Du uns verlassen musst! Aber wir wünschen Dir für Deinen neuen Labensabschnitt in Thüringen viel Erfolg!

Komm uns besuchen, wenn du magst und unterstütze uns bitte weiter als Kampfrichter. Uns verlässt ein guter Trainer und Freund.

Olaf Werner

Ju-Ju-Kids wieder erfolgreich!
Mit nur zwei Kämpferinnen 14. Platz von 21 Vereinen!

Wir waren das erste Mal in Leinefelde/Thüringen zum Wettkampf. Mit 163 Kämpfern ein Turnier der mittleren Größe.
Mit (leider) nur zwei Kämpferinnen aber großen Medaillenhoffnungen sind wir am Freitag um 14:00 Uhr  aufgebrochen. Die Logistik hat - dank Cindy Machineck - wieder super geklappt.
Trotz der Freitags-Staus auf den Autobahnen kamen wir rechtzeitig an der Halle an und konnten am Abend noch zum Wiegen.
Die Organisation wirkte am Abend bereits etwas „offen“… Zunächst war nicht klar, ob sich schon jemand für das Wiegen zuständig fühlt. Es klappte dann aber doch, so dass wir am nächsten Tag nicht zu früh aufstehen mussten.
Vier Matten waren ausgelegt und die Kämpfe sollten um 09:30 Uhr beginnen. Das traf auch auf die DUO-Kämpfer zu, für die jedoch nur eine Matte vorgesehen war. Auf den drei anderen Matten, reserviert fürs Fighting, tat sich bis 11:00 Uhr zunächst nichts.
Letztlich fingen die Kämpfe dann doch (langsam) an. Der Überblick für die Vereine fehlte jedoch bis zum frühen Nachmittag fast vollständig, da die Wettkampflisten nur „tröpfchenweise“ ausgehängt wurden.
Unsere beiden Mädels waren in zwei verschiedenen Gewichtsklassen (bis 40 und bis 44 kg) gemeldet. Bis 13:00 Uhr war jedoch nicht klar, wie viele Gegnerinnen sie haben würden. Dann kam die Enttäuschung - vor Allem für Marlene Machineck, die eine Gewichtsklasse höher eingestuft wurde und nun im Viererpool gegen ihre Vereinskameradin Chiara Werner antreten musste. Marlene war damit klar, dass sie keine Chance auf Gold haben würde. Schade!
Aber Marlene wäre nicht Marlene, wenn sie sich dadurch hätte entmutigen lassen!
Sie trat im ersten Kampf gegen die starke Celina Path aus Basdorf an. Marlene hielt lange stark dagegen, musste die Auseinandersetzung mit nur vier Punkten Rückstand jedoch verloren geben.
In ihrem zweiten Gefecht musste sie gegen Chiara kämpfen. Sie machte alles richtig, kämpfe aggressiv, versuchte alles und verlor mit nur zwei Punkten unterschied! In ihrem letzten Kampf gegen eine Athletin aus dem Helmstedter SV zeigte Marlene noch einmal, dass sie sich sehr gut weiter entwickelt hat und siegte „zu Null“. Sie ließ ihrer Gegnerin faktisch keine Chance. Damit hat sich Marlene im wahren Sinne des Wortes den dritten Platz erkämpft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chiara trat gleich im ersten Kampf gegen die Helmstedterin an und machte ihre technische Überlegenheit mit einem vorzeitigen Sieg deutlich. Im zweiten Durchgang machte Marlene es, wie oben erwähnt, Chiara schwer, ihre Stärken auszuspielen. Man kennt sich halt zu gut aus dem gemeinsamen Training…

Im dritte Fight gegen die basdorfer Kämpferin zeigte Chiara dann wieder ihre Klasse und gewann mit neuen Punkten Vorsprung souverän.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So fuhren wir mit einer Bronze- und einer Goldmedaille nach Lindenberg zurück.
Nun stehen die Vorbereitungen auf die „German Open“ in Gelsenkirchen an.

Olaf Werner
Trainer