Am 27. Mai 2017 fand in Delmenhorst/Niedersachsen die Deutsche Schülermeisterschaft im Ju-Jutsu Fighting statt. Aus unserem Verein hatten sich drei Kämpferinnen (über die Ostdeutschen Schülermeisterschaft in Erfurt) qualifiziert. Dazu wurde eine Kämpferin durch den Brandenburgischen Landesverband für die Teilnahme gesetzt, die am Qualifizierungstermin in Erfurt keine Zeit hatte – sie hatte Jugendfeier…
Wir hätten also vier Teilnehmerinnen haben können, wenn … ja wenn nicht „höhere Gewalt“ mit im Spiel gewesen wäre.

Leoni Miersch hatte sich bei der Qualifikationsrunde leider schwer verletzt und Lia-Sophie Fischer war (lange geplant) familiär verhindert. Blieben noch Marlene Machineck, die sich den Titel „Ostdeutsche Schülermeisterin 2017“ erkämpft hatte und die gesetzte Chiara Werner. Das Teilnehmerfeld war sehr groß!

Marlene Machineck hatte letztlich sechs Gegnerinnen, wobei in ihrer Gewichtsklasse (bis 40 kg) zuvor 12 gemeldet worden waren. Damit konnte sie im Pool-System kämpfen. Chiara Werner hatte als Neuling in ihrer Gewichtsklasse (bis 48 kg) sogar 15 Gegnerinnen! Sie musste im KO-System antreten.

Zuerst wurde die Gewichtsklasse von Chiara ausgekämpft. Leider traf sie bereits im Eröffnungskampf auf die spätere Deutsche Meisterin aus Bayern. Der Kampf war spannend und ging über die gesamten zwei Minuten. Die Kämpferin aus Bayern erwies sich als stärker und Chiara musste in die Trostrunde. Hier bestritt sie noch weitere vier Kämpfe siegreich von denen sie drei vorzeitig für sich entscheiden konnte. Durch den Gewinn der Trostrunde gelang ihr dennoch Platz drei und damit der Sprung aufs Treppchen. Bronze – eine sehr gute Leistung!

Danach kämpfte Marlene. In ihrem Teilpool (4 Kämpferinnen) verlor sie ebenfalls den ersten Kampf. Die beiden anderen Kämpfe konnte sie für sich entscheiden. Dabei sicherte sie sich ein gutes Punktepolster, das letztlich ebenfalls für die Bronzemedaille reichte. Zwei Kämpferinnen und zwei Medaillen bei einer Deutschen Meisterschaft! Ich bin hochzufrieden mit den Leistungen meiner Mädels!

Am Rande:
Bei dieser Meisterschaft waren die Temperaturen extrem. Aus Chiaras Gewichtsklasse wurde eine Kämpferin vor Beginn der Kämpfe vor der Halle bewusstlos auf dem Rasen gefunden. Sie war dehydriert und erhielt ein Startverbot. Es waren drei Krankenwagen vor Ort, die sich im Dauereinsatz befanden. Zweimal musste der Rettungshubschrauber kommen. Das Turnier wurde im letzten Drittel für 30 Minuten unterbrochen, weil kein Rettungswagen mehr zur Verfügung stand. Sie waren alle unterwegs!
So viele (schwere) Verletzungen, wie auf dieser Meisterschaft, habe ich in meinem Trainerdasein noch nie erlebt. Wobei auch gesagt werden muss, dass die Verletzungshäufigkeit, gemessen an der Teilnehmerzahl trotzdem nicht sehr hoch war.

Hallo liebe Eltern,

 

hier ist die angekündigte Lösung für unser Kindertraining ab September 2017!

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3 Kämpferinnen vom TSV Lindenberg nahmen an den diesjährigen Gruppeneinzelmeisterschaften Ost in Erfurt teil. Wer sich hier qualifiziert, darf an den Deutschen Schülermeisterschaften teilnehmen.  Dieses Mal mussten wir ohne unseren Trainer Olaf fahren, da seine Tochter Jugendweihe feierte. Olaf sorgte im Vorfeld aber dafür, dass Jürgen und Andre vom PSV Basdorf unsere Kämpferinnen coachten. Vielen Dank an die beiden Trainer!!

Pünktlich um 10.00 Uhr begannen die Wettkämpfe. Das Turnier war gut organisiert. Die Kampflisten waren fertig und Mattenrichter haben die Gewichtsklassen rechtzeitig angesagt.

Am späten Mittag war Leoni M. mit ihrem ersten Kampf dran. Sie kämpfte gegen Michelle vom SV Schorfheide.  Leoni ging selbstbewusst auf die Matte und konnte mit geraden Stößen gut punkten. Anders als beim letzten Turnier in Bernau kämpfte sie offensiver und hat immer wieder dagegen gehalten. Trotzdem ging der Kampf vorzeitig verloren. Auf Grund ihrer Erfahrung gewann Michelle das sehr fair geführte Duell. Aber Leoni hatte es ihr ziemlich schwer gemacht.

Im zweiten Kampf zog sich Leoni leider eine Verletzung zu. Sie wurde liebevoll von dem anwesenden Arzt betreut und konnte nach 45 Minuten auch schon wieder lächeln. Nur weiterkämpfen konnte sie nicht mehr…Es wurde später und später. Lia und Marlene waren immer noch nicht aufgerufen. Beide kämpften das erste Mal in derselben Gewichtsklasse gegeneinander. Als vorletzte Gruppe konnten sie endlich starten.

Gleich im ersten Kampf trafen sie aufeinander. Beide kämpften sehr zurückhaltend. Sie haben verschieden Techniken umgesetzt, die Olaf vorher mit Ihnen trainiert hatte. Am Ende hatte Marlene die Nase vorn.

Im nächsten Kampf stand Marlene erneut jener Kämpferin gegenüber, welche sie bei vorherigen Events bereits mehrfach verletzt hatte.  Marlene wusste daher, dass ihre Gegnerin sehr aggressiv und unkontrolliert kämpft. Olaf hatte Marlene jedoch gut eingestellt, um sich zu schützen. Das klappte hervorragend. Marlene ging gleich in Führung und konnte diesen Vorsprung bis zum Schluss halten und sogar ausbauen. Damit hatte sie sich die Goldmedaille erkämpft und fuhr als „OSTDEUTSCHE MEISTERIN“ nach Hause.

Jetzt musste Lia noch gegen diese Gegnerin kämpfen. Lia ging gleich in Führung. Sie konnte jedoch mit der aggressiven und unkontrollierten Kampfart  nicht umgehen. Lia wurde mehrfach hart getroffen, rappelte sich aber immer wieder auf. Erst in den letzten Sekunden übernahm ihre Gegnerin die Führung.  Schade. Somit bekam Lia die Bronzemedaille. Alle drei Mädels haben sich für die Deutsche Schülermeisterschaft qualifiziert.

Herzlichen Glückwunsch!!!

Beim Training der Kinder im Ju-Jutsu-Bereich werden sich voraussichtlich ab September einschneidende Veränderungen ergeben, da nicht ausreichend Trainer zur Verfügung stehen.

Liebe Eltern,

bevor irgendwelche Gerüchte auftauchen, möchte ich Euch über Umstände informieren, die mich gezwungen haben, meine Trainertätigkeit im TSV Lindenberg in unserer Kinderabteilung Ju-Jutsu zu überdenken. Ihr fragt Euch sicher schon lange, wie ich das alles schaffe…

Ich muss Euch sagen, dass es bisher nur mit allergrößten Anstrengungen zu schaffen war. Inzwischen hat sich die Lage dermaßen zugespitzt, dass ich mich auf das notwendige Mindestmaß zurückziehen muss, um meine persönliche Gesundheit nicht zu gefährden…

Im Bereich Download/Ju-Jutsu habe ich Euch deshalb meine Überlegungen für die Zukunft zum Thema Ju-Jutsu-Training in Lindenberg hinterlegt.

Mir persönlich tut diese Entwicklung sehr leid, da ich diese Sparte im TSV Lindenberg aufgebaut habe. Aber die Mitgliederversammlung  des TSV, als höchstes Gremium, hat die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt und das Kind ist nun sozusagen „in den Brunnen gefallen“. Auch wenn nun endlich etws in dieser Richtung getan wird, wurde es leider versäumt, rechtzeitig einen „Anreiz“ für eine Trainiertätigkeit im Kinderbereich zu schaffen.

Die Jugendlichen und Jungerwachsenen sind nicht mehr bereit, „nur ehrenamtlich“ im Verein tätig zu sein. Das ist nun mal die allgemeine Entwicklung in der Gesellschaft. Alle Vereine rund um Lindenberg herum bezahlen ihre Trainer auf die eine oder andere Weise…

Für die betreffenden Kinder – sollte es dazu kommen – tut es mir sehr leid…
Ich kann nur bitten, Verständnis zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Olaf Werner

Bis zum Ferienbeginn wird versucht, das Training wie bisher abzusichern.

Samstag in der Turnhalle

Wie so viele Sportbegeisterte habe auch ich am Wochenende wieder drei von unseren Kämpferinnen betreut. Ein Samstag in der Sporthalle: lang, anstrengend und spannend! Ju-Jutsu eben...

Leoni Miersch, Marlene Machineck und Chiara Werner waren angetreten, um sich zu messen. Leider musste Lia-Sophie Fischer, die ebenfalls gemeldet war, wegen einer Verletzung absagen. Bei ca. 240 Wettkämpfern aus diversen deutschen Bundesländern und aus Dänemark war das Event wieder recht anspruchsvoll. Unsere drei Kämpferinnen sind alle in der Altersklasse u15 gestartet.

Zuerst war der Pool von Leoni in der Gewichtsklasse bis 56 kg dran. Wie bereits vor zwei Wochen in Zeitz, hatte es Leoni als Jüngste wieder schwer. Von vier angesetzten Kämpfen bestritt sie jedoch nur drei, da eine Kämpferin nicht angetreten ist. Leider konnte sie sich in diesem Klassement noch nicht durchsetzen und musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Trotzdem zeigte sie gute Techniken und gab ihr Bestes.

Bei Chiara lief es besser. Zu den zunächst fünf gesetzten Poolteilnehmerinnen kam noch eine Sechste, so dass im KO-System gekämpft werden musste. In dieser für Chiara eigentlich noch zu hohen Gewichtsklasse (bis 48kg) konnte sie sich im ersten Kampf aus einem Punkterückstand nach vorne kämpfen und gewinnen. Im zweiten Fight dominierte sie überraschend deutlich ihre Gegnerin und gewann vorzeitig. Im Finale stand Chiara dann einer Bernauerin gegenüber, die eigentlich noch eine Gewichtsklasse höher hätte antreten müssen (bis 52kg) und damit also erheblich schwerer war, als sie. Gegen sie verlor Chiara und errang verdient Silber.

Marlene hatte in ihrer Gewichtsklasse bis 40kg zwei Gegnerinnen. Ihre erste Kontrahentin war ausgerechnet  Jene, die ihr in Zeitz (in der Verlängerung nach Punktegeleichstand) einen Tieftritt versetzte und sie damals den Kampf durch die einhergehende Beeinträchtigung verlor.

Und trotz der angebrachten Vorsicht passierte es wieder ... !

Ungeachtet dessen setzte Marlene nach der Verletzungspause das Gefecht ungemindert fort und gewann diesmal deutlich. In der zweiten Auseinandersetzung zeigte Marlene, dass sie eine Klasse besser ist, als ihre Gegnerin und gewann souverän. So konnte sie den Pokal für den ersten Platz mit nach Hause nehmen.

Gut gekämpft, Mädels!

Letztlich konnten die (nur drei!) TSV-Kämpferinnen in der Mannschaftswertung den 15. Rang von 25 angetretenen Vereinen verzeichnen!

 

Olaf Werner

Wettkampftrainer