Pfingsten ... für die Meisten ein beschauliches Familienfest mit einem Tag "Frei" mehr, als ein Wochenende hat ...

Nur wir, wir waren wieder zu einem Wettkampf unterwegs - sozusagen aktive Erholung.

Vanessa Mazjewski, Jolie Kummer und unser Küken Angelina Roßbacher fuhren mit uns nach Ziesar. Das Turnier ist für Beginner ausgelegt und es waren 38 Wettkämpfer aus verschiedenen Vereinen unseres Landes gekommen.

Vanessa und Jolie kämpften mit zwei weiteren Athletinnen in einem Pool. Vanessa, als eine etwas erfahrenere Kämpferin (sie hat bereits einige Wettkämpfe bestritten) konnte ihre Kontrahentinnen beherrschen und erkämpfte sich Gold. Bei Jolie sah es etwas anders aus. Sie verlor nicht nur gegen Vanessa, sondern einen weiteren Kampf. Eigentlich lag sie hier nach Punkten gut, jedoch ihre mangelnde Erfahrung machte ihr einen Strich durch die Rechnung, so dass sie mit nur einem gewonnen Kampf die Bronzemedaille nach Hause brachte.

Unser Küken Angelina kämpfte erst zum zweiten Mal, war in der Altersklasse U10 gelistet und in einem Pool mit vier weiteren Kämpferinnen. Sie musste also vier Kämpfe bestreiten. Zu meiner Freude (und natürlich zur Freude der mitgereisten Mama) konnte sie gleich zwei Kämpfe gewinnen und holte sich verdient die Bronzemedaille!

Für die Kids war der Wettkampf sehr lehrreich. einerseits wurde klar, wie wichtig die richtige Ernährung vor und während der Kämpfe ist - Jolie verlor ihren letzten Kampf, weil sie einfach keine Reserven mehr hatte - sie hatte nichts gegessen - andererseits lernten sie wieder mehr über Kampftaktik und -technik. Zu sehen, wie es die Anderen machen, erzeugt einen enormen Lernschub.

Ich habe mich gefreut, die Mädels kämpfen zu sehen und bin stolz auf meine Schüler.

Das Trainingslager des TSV Lindenberg 1994 ist für dieses Jahr Geschichte.

Die Vorbereitungen liefen schon seit Monaten und wurden mit der Annäherung an den Termin immer intensiver. Ausschreibung und Ankündigung war nur einer der Meilensteine.
Anmeldungen mussten registriert werden, Überweisungseingänge mussten kontrolliert und kommuniziert werden, die Gesamt-Kalkulation, bestehend aus der Essenkalkulation und der Bedarfskalkulation musste rechtzeitig fertig sein und der Ausflug nebst Fahrgelegenheiten geplant werden. Dazu kam die Organisation eines integrierten Kinder-DUO-Lehrgangs und des gesamten Trainings. Ein Helfertreffen mit vielen Eltern und Ju-Jutsu-Ka aus dem Erwachsenenbereich sowie die Grundreinigung aller Räumlichkeiten und Mattentransporte von Ahrensfelde nach Lindenberg gingen ebenfalls voraus. Der Arbeitsplan für alle Helfer war einer der Pfeiler, ohne die das „Veranstaltungs-Gebäude“ zusammen gebrochen wäre. Letztlich war auch der Einkauf zu organisieren.
Die viele Arbeit im Vorfeld hatte sich aber dann auch wirklich gelohnt!
Es fing am Donnerstag, dem Herrentag, mit dem Auslegen der Matten und der Unterbringung der anreisenden Gäste mit Schlafsack und Iso-Matte an. Fünf Vereine (SV Schorfheide, PSV Basdorf, Ju-Jutsu-Verein Ziesar, Peine/Niedersachsen und der TSV) hatten ihre Teilnehmer gemeldet. Aus Niedersachsen kam sogar ein Austausschüler aus Chile mit!
Dann gab es auch schon die erste (frisch zubereitete) Mittags-Mahlzeit für die 60 Hungrigen.
Der Kinder-Anteil war, wie zu erwarten, mit etwa 45 Kindern sehr hoch.
Allein zum DUO-Lehrgang ab 14:00 Uhr mit den Ostdeutschen DUO-Meistern Julia und Freddy waren 48 Kids aus 6 Vereinen gekommen.


Insgesamt standen 5 Trainingseinheiten, in denen zum Teil parallel aus den Bereichen Tae-Kwon-Do, Kickboxen, Ju-Jutsu-Wettkampf, -Technik und –Waffenabwehr angeboten wurde, auf dem Plan.
Viele erfahrene Trainer waren angereist, um die Einheiten zu leiten: Rene Spitzer, Alexander Bettermann und Olaf Werner, alles Ju-Jutsu-Meister aus unserem Verein, dann Andreas Mutzke, Tae-Kwon-Do-Meister und Uwe Wanz, Kick-Box-Meister, beide aus Niedersachsen, gaben Training in der Halle, in unserem neu geschaffenen kleinen DOJO oder auch im Freien.
Den Freitag nach dem Herrentag nutzten wir für einen Ausflug in den Saurierpark Germendorf. Auch hier zeigte sich, dass die Logistik-Planung stimmte. Der Transport hin und zurück verlief reibungslos.
Es war ein Tag so ganz nach den Vorstellungen der Kinder: (fast) ohne Aufsicht, sich frei in kleinen Gruppen bewegen dürfen, die Ziele selbst bestimmen und mit Freunden spielen, Tiere streicheln, auf den Vulkan klettern, sich vergnügen und chillen. Dazu das suuuper Wetter - und Eis! Die vorhandenen Fahrgeschäfte und andere Attraktionen taten ihr Übriges.
Eik, als Abteilungsleiter und damit Leiter des Trainingslagers, hatte für alle Kids gelb strahlende  T-Shirts besorgt, so dass wir die Kids auch von Weitem „im Auge behalten“ konnten. Die Betreuer hatten ebenfalls auffällige rote T-Shirts an, damit im Bedarfsfall auch jedes Kind einen Betreuer schnell hätte finden können. Die Kleinsten bekamen – nur für alle Fälle – ein Schlüsselband mit einer „Kinder-Hilfe-Karte“ um den Hals. Das Gelände ist ja doch sehr groß und bewaldet….
Als wir gegen 17:00 Uhr zurück in Lindenberg waren, gab es Fleisch und Würstchen vom Grill.
Das „Kino“ am Abend wurde auch gut angenommen.
Der Samstag und der Sonntagvormittag waren dann wieder mit Training, viel Freizeit für die Kids und Arbeit für die Helfer ausgefüllt. Die Essenversorgung klappte dank der vielen helfenden Hände hervorragend! An dieser Stelle: Danke an die fleißigen Helfer!!!
Die schönen Abende an der Feuerschale und das Wiedersehen mit den alten Freunden werden wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.
Sonntag nach dem Mittagessen war es dann so weit, wir mussten uns von unseren Gästen verabschieden, waren allerdings auch froh, dass wieder Ruhe einkehrt.
Da alles in den „Ursprungszustand“ versetzt werden musste, gab es Samstagnachmittag noch einmal viel Arbeit, die aber dank der vielen fleißigen Hände schnell getan war.
Herzlichen Dank an alle Eltern, die uns so sehr unterstützt haben!
Ohne euch hätte es nichts zu Essen gegeben, wir wären in Schmutz und Müll versunken und das Chaos hätte die Macht übernommen! Vielen vielen lieben lieben Dank!
Ich persönlich freue mich bereits auf das nächste Jahr!

Olaf Werner

Bericht Gruppeneinzelmeisterschaft Ost

Mit drei Kämpferinnen waren wir nach Zeitz gefahren, um zu gewinnen ...

Gut, es lief nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber unsere Mädels waren gut vorbereitet, hoch motiviert und zeigten, was sie können. Es ging schließlich um die Qualifikation für die Deutsche Schülermeisterschaft in München!

Marlene Machineck war in ihrer Klasse ,,weiblich u15 bis 40kg" als Erste dran, Sie kämpfte recht gut, konnte aber gegen ihre Dauerkonkurrentin aus Bernau, die wie immer sehr aggressiv kämpfte, nicht gewinnen. Auch die zweite Gegnerin war eine harte Nuss. Auf Grund guter Techniken und ein wenig unglücklicher Wertungen der Kampfrichter verlor Marlene nur knapp nach Punkten.

Chiara Werner, die in der für sie neuen Klasse ,,weiblich u15 bis 44kg" antrat, ließ sich durch einen links gezogenen Schulterwurf überraschen und verlor ihren ersten Kampf vorzeitig. Im Rückkampf verletzte sie sich leider und der Kampf musste abgebrochen werden, ging also ebenfalls verloren.

Angelina Lindenau, ebenfalls in neuer Klasse ,, weiblich u15 bis 48kg", ließ sich nicht beeindrucken, zog durch, kämpfte taktisch klug und konnte alle Kämpfe für sich entscheiden.

Angelina ist somit Ostdeutsche Meisterin 2016 in ihrer Gewichts- und Altersklasse! Herzlichen Glückwunsch!

Insgesamt bin ich zwar nicht ganz zufrieden mit den Ergebnissen, aber alle drei haben sich für die Deutsche Schülermeisterschaft in München qualifiziert!

Im Übrigen sind eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille trotzdem vordient mit nach Lindenberg gegangen.

Von den vier teilnehmenden Bundesländern (Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg) haben die Brandenburger Kämpfer den Spitzenplatz mit nach Hause genommen. Daran hat auch der TSV Lindenberg seinen Anteil!

Fazit:

Die Konkurrenz wird härter und besser. Angelina hat sich in ihrer neuen Gewichtsklasse gut durchgesetzf. Chiara konnte noch nicht zeigen, wie ihr die neue Gewichtsklasse liegt und Marlene hat gemerkt, dass das Leistungsniveau in ihrer Gewichtsklasse gestiegen ist.

Die Ziele sind damit klar: Training, Training und nochmals Training! Die Mädels dürfen noch in diesem und im kommenden Jahr (2017) in der jetzigen Altersklasse starten, dann (2018) werden alle drei 15 Jahre alt und rutschen in die AK u18 - eine neue Welt!

Ju-Jutsu-Fighting - Bernauer Turnier 09.04.2016

Das 20. Mal! Nein, nicht wir, aber die Bernauer - ein Jubiläumsturnier, wie es im Buche stand…Gut organisiert, gut durchgeführt, eine runde Sache eben. Wir vom TSV Lindenberg waren mit fünf Kämpferinnen dort.

Diesmal alle in verschiedenen Gewichts- und/oder Altersklassen. Wir mussten also mal nicht gegeneinander antreten. Sehr erfreulich. Die Mädels (Lia-Sophie Fischer, Leoni Miersch, Angelina Lindenau, Marlene Machineck und Chiara Werner) fieberten, wieder kämpfen zu können. Für einige von ihnen ging es erstmals gegen dänische Athletinnen. 

Den Anfang machte Leoniin der Altersklasse unter 12 (u12). Sie hatte nur eine Gegnerin aus Rottorf/Niedersachsen. Leoni hat sich in der letzten Zeit gesteigert und konnte das mit zwei vorzeitigen Siegen (Hin- und Rückkampf) auch sehr deutlich zeigen.

Dann war Lia-Sophie dran. Bei ihr standen fünf Kämpferinnen im Pool, also vier Kämpfe. Das ist für die Altersklasse u12, in die sie erst hinein gerutscht ist, sehr anspruchsvoll. Gleich im ersten Kampf musste Lia gegen die Dänin Andersen antreten und meisterte diese Aufgabe sehr gut. Es war ihr erster internationaler Kampf! Auch die nächsten beiden Auseinandersetzungen konnte Lia mit blitzsauberen Techniken souverän gewinnen. Erst im letzten Fight gegen eine gute Kämpferin aus Norderstedt fehlte ihr die Kraft und sie musste sich geschlagen geben. Eine wohl verdiente Silbermedaille war der Lohn.

Marlene hatte ebenfalls einen Fünferpool. Drei sehr starke Gegnerinnen, zu denen auch ihre ehemalige Vereinskameradin Alexa Frei (spätere Siegerin) gehörte, machten ihr zu Schaffen. Trotz sehr beherzter Kämpfe und guter Techniken, gelang ihr lediglich im letzten Kampf ein Sieg gegen die Bernauerin Nöckler.

Chiara hatte zwar noch mit einer leichten Rippenverletzung zu tun, trat aber trotzdem an. Die erste Auseinandersetzung mit der am Boden sehr starken Dänin Nielsen gewann Chiara mit Abstand. Danach musste sie bei einem guten Punktevorsprung den zweiten Kampf leider abbrechen, da sie erneut etwas auf die verletzte Seite bekam. Ich nahm sie nun doch (mit ihrem Einverständnis) aus dem Turnier.

Angelina trat erstmalig in einem Starterfeld mit 8 Kämpferinnen an. Auch sie hatte Nielsen aus Dänemark als Gegnerin (diese kämpfte in 2 Gewichtsklassen). Die Athleten waren in zwei Teilpools aufgeteilt. Angelina dominierte ihre Gegnerinnen und ging als Siegerin ins Finale. Ich erwartete eigentlich einen harten knappen Kampf. Allerdings war die Schönebecker Kämpferin, als Siegerin des zweiten Pools, nicht so gut, wie erwartet. Angelina kämpfte taktisch klug und konnte sich so einen dicken Punktevorsprung herausarbeiten. Damit errang sie einen der begehrten Siegerpokale.

Auch wenn nicht alle eine Medaille oder einen Pokal mit nach Hause nehmen konnten, haben meine Mädels wieder durchweg sehr gute Leistungen abgeliefert.

Für die drei U15 Kämpferinnen Angelina, Chiara und Marlene beginnt jetzt die Vorbereitungsphase auf die Gruppeneinzelmeisterschaft Ost in Zeitz. Das bedeutet intensives Kampftraining und Festigung der neuen Techniken. Ich freue mich auf Euch!

Ein Jahr vor unserem großen Jubiläum gaben die Organisatoren der Abteilung Ju-Jutsu im TSV Lindenberg nochmal richtig Gas. Zum neunten Mal jährte sich am Samstag, den 19. März 2016 unser Japanisches Turnier.

Wir hatten fast 60 Teilnehmermeldungen aus 5 Vereinen – so viele, wie noch nie!

Leider hätte uns die Grippewelle fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auf Grund der derzeitigen allgegenwärtigen Erkältungen reisten nur 36 Kämpfer an. Ein Verein konnte gar nicht kommen. Selbst aus unserem Verein mussten vier Kämpfer absagen. 

Peggy und Rene Spitzer hatten alle Hände voll zu tun, allen Kids die Möglichkeit von Kämpfen zu gewähren. Letztlich klappte es doch, wenn auch in einem Fall nur über den Umweg von Freundschaftskämpfen. Die Helfer haben im Vorfeld bereits den Grundstein für gutes Gelingen gelegt. Allein die Elternriege legte sich richtig ins Zeug. Aber auch unsere Erwachsenen waren wieder fleißig dabei.

Nach den erforderlichen neuen Poolbesetzungen konnten die Kämpfe dann endlich beginnen.

Alle kleinen Kämpfer und Kämpferinnen waren mit Eifer dabei. Die Kinder zeigten, dass sie Spaß bei der Auseinandersetzung mit ihren Gegnern hatten und konnten alle verdient mit mindestens einer Urkunde nach Hause fahren. Die Bilder des Wettkampfes können hier eingesehen werden: guckst Du

Wie immer wurden wieder Pokale für die beste Kämpferin und den besten Kämpfer verliehen. Auch in diesem Jahr konnten unsere Mädels wieder die begehrte Trophäe in Empfang nehmen. Diesmal war es Jolie Kummer, die erst an ihrem zweiten Wettkampf teilnahm. Obwohl sie „nur“ die Silbermedaille in ihrem Viererpool erkämpfen konnte, zeigte sie saubere Techniken und eine gute Taktik. Sie kämpfte in der Altersklasse u15, allerdings in einer höheren Gewichtsklasse und unterlag lediglich ihrer Vereinskameradin Melissa Thäle. Melissa konnte sich also Gold erkämpfen.

Den zweiten Pokal für den besten Kämpfer konnte der SV Schorfheide in Empfang nehmen. Damit setzte der kleine Kämpfer die Familientradition der Dietrichs fort… Auch seine beiden älteren Schwestern kämpfen aktiv.

Lia-Sophie Fischer, unser Leichtgewicht, musste in einem Mixt-Pool gegen einen Jungen antreten, weil sie ansonsten keinen Gegner gehabt hätte. Sie gewann gegen den etwas schwereren Gegner ihren ersten Kampf souverän und setzte sich auch im Rückkampf durch, so dass auch sie Gold holte.

Unser Küken, Angelina Roßbacher, kämpfte zum ersten Mal. Sie schlug sich sehr gut, verlor jedoch ihren Kampf, gewann aber verdient Silber.

Mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen können wir wirklich zufrieden sein. Den Rahmen der Veranstaltung bildete eine Vorführung zweier Karatemeister. Mit einer Kata und einer Vorführung mit Partner präsentierten sie eindrucksvoll ihren Kampfsport.

Auch Ehrungen gab es:

Aus den Händen unseres Vereinsvorsitzenden erhielt Laura Engler ihre Berufung in das Traineramt. Und Rene Spitzer bekam von Gernod Gruschwitz  für seine langjährige Arbeit die Ehrennadel des Kreissportbundes in Bronze überreicht. Letztlich Trat Rene Spitzer selbst als Ehrender auf und verlieh Benjamin Bronisch im Namen unserer Abteilung einen Pokal für seine jahrelange Einsatzbereitschaft. Auch mich ereilte eine Überraschung: Ich erhielt aus den Händen von Rene ein Ehrenschild für mein Engagement im Wettkampfbereich. Ich habe mich riesig über diese Anerkennung gefreut, liebe Sportkameraden!

Olaf Werner