Schönes Weimar

 

Leider hatten wir gar keine Zeit, uns Weimar anzusehen...

Am 31.Oktober fand in Weimar der "Classic Challenger Cup" statt und wir waren das erste Mal dabei.

Sechs Mädels unseres Vereins fuhren hin und sechs Mädels und fünf Medaillen kamen zurück.

Wir haben im Ju-Jutsu Fighting zwei Alters- und drei Gewichtsklassen bedient. Dadurch, dass es sich um ein kleineres Turnier mit ca. 80 Kämpfern handelte, wurden, wie so oft bei kleineren Wettkämpfen, Gewichtsklassen zusammen gelegt. Daher kämpften Melissa, Alexa und Lia-Sophie mit zwei weiteren Kämpferinnen in einem Pool.

Die kämpferische Leistung unserer Mädels konnte sich durchaus sehen lassen, aber auch die anderen Vereine haben gute Leute. Das bekam unser Trio zu spüren. Dazu der Gewichtsunterschied durch die Zusammenlegung. Da hatte vor allem Lia einen schweren Stand. Sie musste sich mit dem undankbaren 4. Platz begügen. Melissa konnte ihren Körpergrößen-Vorteil nutzen und errang Bronze. Alexa musste sich lediglich der Kämpferin aus Weimar geschlagen geben. Obwohl sie lange nach Punkten vorn lag, beide Kämpferinnen auch Ippons hatten, nutzte ihre Gegnerin eine Sekunde der Unaufmerksamkeit aus, machte den Sack zu und gewann vorzeitig. So blieb Alexa die Silbermedaille.

Leoni kämpfte in einem Dreier-Pool. Sie gewann einen Kampf verdient vorzeitig, musste sich jedoch der anderen Gegnerin geschlagen geben und nahm Silber mit nach Hause.

Im Pool u15 bis 40 kg waren ebenfalls drei Kämpferinnen gesetzt. Marlene, Chiara und ein Mädchen aus Weimar.

Gleich im ersten Kampf machte Chiara mit dem zweiten Angriff ihrer Gegnerin klar, woher wir kommen: aus Lindenberg! Chiara gewann durch Aufgabe ihrer Gegnerin.

Als die Weimeranerin erfuhr, dass Marlene aus dem selben Verein kommt, trat sie gar nicht erst an. Dadurch blieb als Entscheidungskampf nur noch Chiara gegen Marlene. Die Beiden kennen sich aus vielen Kämpfen und natürlich aus dem Training. Marlene machte es Chiara ziemlich schwer. Leztlich konnte sich Chiara aber doch einen soliden Punktevorsprung herausarbeiten und gewann den Kampf und somit Gold.

Aber auch Marlene hatte sich die verdiente Silbermedaille im Wortsinne hart erkämpft.

Damit haben unsere Kämpferinen der diesjährigen Bilanz unseres TSV Lindenberg wieder 1x Bronze, 3x Silber und 1x Gold hinzugefügt.

Den Bericht des Weimeraner Vereins findet ihr hier: Classic Challanger Cup

Danke an die Eltern!

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

 

Olaf Werner

Lehrgang mit Blick über den Tellerrand

Vom 16. bis 18.10. waren 6 Sportler aus unserem Verein und vier Kids vom SV Schorfheide in Edemissen, einem kleinen Ort in Niedersachsen, um am Traditions(Herbst)lehrgang der Kampfsportstudios Braunschweig/ Meerdorf/Meinersen teilzunehmen. Da alle 8 Ju-Ju-Kids aus Brandenburg auch Wettkämpfer sind, war es gerade für sie eine interessante Gelegenheit, andere Kampfsportarten kennen zu lernen. Vier Meister aus den Sparten Kickboxen, Tae Kwon Do und Ju-Jutsu boten Training nach Wahl an.

Meister Aelexander Bettermann aus unserem Verein gab Kickboxen und Waffenabwehr. Ausserdem hat Alexander Taichi angeboten, was rege genutzt wurde.

Bei Andreas Mutzke, dem Tae Kwon Do-Meister, durften die ca 20 anwesenden Kids aus den verschiedenen Sportarten bei einer Trainingseinheit zur Verbesserung ihrer Beintechniken schwitzen.

Klar, dass ich mit den Wettkämpfern aus unserem Land die Zeit genutzt habe, auch eine Themeneinheit Wettkampf zu machen. 

Die Erwachsenen haben sich vor Allem für das Kickboxen von Meister Uwe Wanz und die von Alex, Uwe und mir  angebotenen Selbstverteidigungs-Einheiten interressiert.

Erstmals wurde Vollverpflegung angeboten - sehr angenehm. Für die Kids war es natürlich auch ein Erlebnis, in der Turnhalle übernachten zu dürfen. Die Nachtruhezeiten waren hier nur Zahlen auf dem Papier ;-)

Das Abschlusstraining am Sonntag habe ich mit einer (leicht gekürzten) AROHA-Einheit zur Erwärmung eingeleitet. So waren in diesen drei Tagen einige Angebote jenseits des "klassischen" Kampfsportes im Angebot.

Für unsere vier lindenberger Wettkämpfer gab es hier endlich die Gelegenheit, das Seilklettern zu üben. Leider gibt es ja bis dato in unserer Heimathalle keine Kletterseile...

Vielen Dank an die Organisatoren, allen voran Alexander und Uwe, aber auch an Diana und Rita, die sich hingebungsvoll um unser leibliches Wohl gekümmert haben. Ebenfalls an Ralpf Schulze vom SV Schorfheide, ohne den der Transport der vier Kids aus seinem Verein nicht möglich gewesen wäre. Wir haben uns an diesem Wochenende alle wieder sehr wohl gefühlt.

Olaf Werner

Am 26.09.2015 waren wir mit 5 Kämpferinnen aus unserem Verein in Ziesar sowohl zu dem Lehrgang《Wettkampftraining im Fighting》als auch zu dem direkt im Anschluss organisierten Anfängerturnier.

Der Lehrgang fing um 10:00 Uhr an und dauerte drei Stunden. Dann gab's eine Stärkungspause bevor das Turnier gegen 14:00 Uhr begann.

Ich denke, unsere Mädels konnten eine Menge von dem im vorangegangenen Seminar Erlernten bereits im Wettkampf anwenden. Nach vielen guten Kämpfen, bei denen auch unsere Wettkämpferinnen zeigen konnten, was sie können, haben wir uns nach der Siegerehrung gegen 19:30 Uhr mit völlig erschöpften, aber glücklichen Mädels auf den Heimweg gemacht.

Mit einer Bronze-, zwei Silber- und zwei Goldmedaillen haben sie wieder eine super Bilanz erkämpft.

Melanie Thäle

Anmerkung: Ich habe mich riesig gefreut, dass unsere Kampfkatzen trotz des WorldCup-Stress' (ich als Wettkampftrainer war ja in Bosnien) nach Ziesar gefahren und dann noch mit so super Ergebnissen wieder nach Hause gekommen sind. Vielen lieben Dank an Melanie und Dennis dafür, dass sie das ermöglicht haben!

Hier der Bericht: Anfängerturnier in Ziesar

Olaf Werner

u15 World Cup 2015 - es war ein (etwas desolates) Erlebnis

Der u15 World Cup 2015 im Ju Jutsu Fighting fand vom 25.09.-27.09.2015 in Banja Luka/Bosnien statt. Aus dem Barnim hatten sich Chiara Werner vom TSV Lindenberg und Justin Dochow vom 1. Ju-Jutsu-Verein-Bernau durch Siege bei der Deutschen Meisterschaft für dieses Turnier qualifiziert. Für beide Sportler war es das erste internationale Turnier und entsprechend groß war die Anspannung bei Sportlern und Trainern.

Die gesamte Organisaton der Veranstaltung war allerdings derart desolat, dass keine Ruhe in die Teams  kam. Darüber hinaus hatte man durchweg den (mein persönlicher) Eindruck, dass die Deutschen in Bosnien nicht willkommen waren. Das begann beim Wiegen, wo unsere Sportler über 90 Minuten warten mussten, weil andere Mannschaften immer wieder bevorzugt behandelt wurden. Der Bustransfer von einem Ort zum Anderen klappte ebenfalls nicht. Der gesamte Ablauf war nicht klar. Die Folge war, dass unsere Kämpfer am ersten Tag (Freitag) erst gegen 23 Uhr die Halle verlassen konnten. Am Freitag sollte auch noch die Siegerehrung zum World Cup stattfinden. Das geschah nur zum Teil. Justin musste beispielsweise auf den nächsten Tag warten, da waren allerdings nur noch die Hälfte der Medaillengewinner vor Ort... Einige Kampfrichter brachten ihre Haltung zu den deutschen Kämpfern durch ihre Punktevergabe (oder Nichtvergabe) recht deutlich zum Ausdruck.

Letztlich konnten unsere Kämpfer erst gegen 17:00 Uhr erstmals auf die Matte.

Chiara hatte in ihrer Altersklasse vier Gegnerinnen: aus Russland, Rumänien, Griechenland und Bosnien. Sie kämpfte hochmotiviert. Im ersten Kampf gegen die Rumänin, die sie vollkommen beherrschte, machte Chiara allerdings einen unbeabsichtigten Fehler und wurde mit Recht disqualifiziert. Gegen ihre Angstgegnerin Anastasia Alexandrova aus Russland verlor sie nur sehr knapp mit einem Punkt Unterschied. Leider konnte Chiara, eine der Jüngsten bei diesem Turnier, dieses mal auch keinen der anderen Kämpfe gewinnen. Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ist dennoch eine anerkennenswerte Leistung und ich, so wie auch auch der Landestrainer Frank Gehrke, sind mit ihrer Leistung sehr zufrieden. Frank Gehrke sagte dazu: „Chiara hat toll gekämpft und viel gelernt.“

Ich bin (nicht allein) der Meinung: Bei fairer Bewertung hätte Chiara zumindest zwei Kämpfe gewinnen müssen...

Für Justin lief es besser. Er dominierte die gesamte Konkurrenz der 16 Kämpfer seiner Gewichtsklasse -66 kg. Leider wurde sein "Durchmarsch" durch eine falsche Kampfrichterentscheidung im Kampf um das Finale gestopt. So konnte er "nur" um den dritten Platz kämpfen. Er gewann wiederum souverän, erkämpfte sich Bronze und empfahl sich damit für die Nominierung in den Bundeskader.

Am Samstag haben wir uns ein wenig die Stadt angesehen. Die Spuren aus den Kriegswirren sind der Stadt zwar nicht mehr anzusehen, aber touristisch ist dort so gut wie nichts erschlossen.

Dass der Krieg dort immer noch gegenwärtig ist, zeigen die Warnungen des Auswüärtigen Amtes vor Mienenfeldern. So wurde am Sonntag eine Bombenwarnung herusgegeben und wir durften das Hotel von 07 bis 11:00 Uhr nicht verlassen. Die Kids hat es gefreut, sie konnten länger schlafen ;-)

Zum Abschluss möchten wir uns noch bei allen Sponsoren bedanken, die uns unterstützt und damit die Teilnahme an diesem Event erst ermöglicht haben!

 

Bilder: guckst du

Thomas Nofz und Dirk Grützmann haben sich der Prüfung zum 2. Dan (2. Schwarzgurt) und zum Braungurt gestellt.

Als einer Ihrer Trainer durfte ich dieser Prüfung beiwohnen. Da gerade die Zeit an den Wochenenden rar gesät ist, war ich am überlegen ob es in meinen Zeitplan passt, wäre ich nicht dabei gewesen hätte ich mich im Nachhinein geärgert, Warum lest Ihr im Verlauf des Bericht bestimmt heraus.

Beginnen möchte ich mit der Prüfung von Dirk, wozu nicht viel zu sagen ist:

Wie im Training hat er seine Prüfungstechniken sehr solide und mit dem nötigen „Bumms“ gezeigt. Technisch gut, sehr routiniert und ohne Unsicherheiten im Ablauf.

Fleiß zahlt sich ja bekanntlich aus und über das entsprechende Talent verfügt er Zweifels ohne!

Thomas hatte es aufgrund seiner Lebenserfahrung (er ist ja etwas älter als die meisten aus der Abteilung Ju-Jutsu im TSV) und einigen körperlichen Handycaps von seiner Ausgangssituation offensichtlich schwerer. Bei den Schwarzgurtprüfungen geht es ja bekanntlich an die körperlichen und z.T. auch an die mentalen Grenzen.

Nun aber zu seiner Prüfung:

Die Komplexaufgabe hat er gut gemeistert. Der technische Teil war ebenfalls gut (wobei er mich mit den Aufgabenbereichen der Würfe und Waffen sehr angenehm überrascht hat).

Die Krönung war die Kür der Prüfung, der Freie Selbstverteidigung gegen mehrere Angreifer mit und ohne Waffen. Nach dem was ich gesehen habe (und ich habe genau hingesehen), hat er in diesem Prüfungsfach keinen Treffer abbekommen und nicht nur „drauf gekloppt“, wie es viele in diesem Aufgabenbereich tun, sondern auf jeden Angriff adäquat reagiert.

Auch bei Thomas muss ich sagen Fleiß zahlt sich aus. Er hat für diese Prüfung wie immer Trainiert, trainiert, trainiert.

Beide haben aus meiner Sicht die beiden besten Prüfungen an diesem Tag gezeigt und die natürliche Nervosität gut im Griff gehabt.

Anmerkung meinerseits: Ich halte mich für einen sehr objektiven Menschen bei der Beurteilung von Leistungen im Bereich der Kampfkünste sowie als Prüfer im Ju-Jutsu.

Es war mir ein Vergnügen Ju-Jutsu so vorgestellt zu bekommen. Prüfungsprogramm und Selbstverteidigung lassen sich doch weitestgehend verbinden.

Die nächste Aufgabe für die beiden ist klar definiert:

Die Prüfung zum 1. Meistergrad (1. Dan) für Dirk und bei Thomas der 3. Dan, der etwas Besonderes in den Kampfkünsten darstellt, da man ab dort „seinen Weg „ gefunden hat.

Alexander Bettermann, Trainer JJ, TSV Lindenberg